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Für Ratsuchende

Info-Seminare zu Samenspende u.ä. sowie zur Aufklärung von Kindern

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Info-Seminare zu Samenspende u.ä. sowie zur Aufklärung von Kindern

Informationsseminare

für Samenspende und ähnliche Behandlung

sowie für die Aufklärung von Kindern

Auf dieser Unterseite finden Sie Ausschreibungen für Informationsseminare. Ich biete diese Seminare für unterschiedliche Themenbereiche an: Für Personen und Paare, die über eine Samenspende, eine Eizellspende, eine Embryonenspende oder über Leihmutterschaft nachdenken und sich vor Behandlungsbeginn ausführlich informieren möchten, und für Eltern mit Kindern nach diesen Behandlungen, die ihr Kind aufklären möchten und dem Umfeld offen über die Zeugungsgeschichte ihres Kindes umgehen möchten. In unregelmäßigen Abständen biete ich auch Seminare mit anderen Schwerpunkten an, schauen Sie einfach ab und zu vorbei oder abonnieren Sie meine News, dann werden Sie automatisch über neue Termine unterrichtet.

Diese Seminare haben im Vergleich zu einer Beratung den Vorteil, dass Sie andere Paare und Personen in einer ähnlichen Lebenssituation kennenlernen und mit ihnen in Kontakt bleiben können. Häufig halten die Teilnehmer über die Seminare hinaus Kontakt zueinander, manchmal entwickeln sich sogar Freundschaften! Weiter unten können Sie einige Rückmeldungen von TeilnehmerInnen lesen, ganz unten auf dieser Seite sind einige Aufklärungsbücher für Kinder abgebildet. Diese können Sie beim Verlag FamART bestellen.

Zu den Seminaren kommen Teilnehmer aus ganz Deutschland, man und zu auch aus dem angrenzenden Ausland. Eine frühe Anmeldung erleichtert allen die Planung – auch Ihnen als Teilnehmer, vor allem, wenn Sie eine Übernachtung benötigen.

Zeiten

Alle Info-Seminare finden Montags von 15.00 bis 19.00 Uhr statt. Sie dauern 5 Zeitstunden und können, falls die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, gekürzt werden.

Veranstaltungsort

Die Seminare finden in meiner Praxis in Mörfelden, Langener Str. 37, Hinterhaus,  statt. Hier finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung.

Anmeldung und Kosten

Bitte melden Sie sich mit den nebenstehenden Formular an.  Dieses können Sie herunterladen, ausfüllen und mir zumailen. Bei Anmeldung und Zahlungseingang des Teilnahmebetrags bis zu 6 Wochen vor einem Seminar beträgt die Gebühr € 90,00 pro Teilnehmer, bei Anmeldung und Zahlungseingang danach € 110,00 pro Teilnehmer. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine kurze Anmeldebestätigung. Spätestens zwei Wochen vor dem Seminar (bzw. früher, wenn alle Teilnehmer den Teilnahmebetrag überwiesen haben) informiere ich Sie über die Anzahl der Teilnehmer.

Info-Seminar

Familienbildung mit Samenspende und anderen Formen der Spende Termine jeweils Montags 15.00 bis 19.00 Uhr

16. Juli 2018
24. September 2018
22. Oktober 2018

weitere Termine sind in Planung, bitte ab und zu vorbeischauen!

Inhalte hier 

Info-Seminare
Die Informationsseminare sind für Paare, Männer und Frauen gedacht, die über  eine Samenspende, Eizellspende oder ähnliche Behandlungen im In- und Ausland nachdenken. Homosexuelle Paare sind ebenso willkommen wie alleinstehende Frauen. Mit dem nebenstehenden Formular können Sie sich anmelden. Sie setzen sich im Seminar mit allen Aspekten und Fragestellungen dieser Form der Familienbildung auseinander, damit Sie eine Grundlage für Ihre Entscheidung haben.
Vor allem werden die folgenden Fragen diskutiert:
  • Können wir mit Freunden und Verwandten über die Zeugungsgeschichte sprechen? Mit welchen Reaktionen müssen wir rechnen?
  • Was bedeutet es für uns als Paar, wenn einer biologischer Elternteil, der andere sozialer Elternteil wird?
  • Wie entwickeln sich Kinder, die mit einer Samenspende o.ä. gezeugt wurden? Welche Bedeutung hat die Aufklärung?
  • Wie sehen Kinder die Person, die zu ihrer Zeugung maßgeblich beigetragen hat?
  • Interessieren sich Kinder für ihre Halb- oder Vollgeschwister?
  • Wie kann ein möglicher Kontakt zwischen Kind  und Spender aussehen und was bedeutet dies für die Eltern?

Zudem erhalten Sie Information zu juristischen Aspekten und medizinischer Vorgehensweise dieser Behandlungen. Die Seminare bieten zudem ausreichend Zeit für den gemeinsamen Austausch. Häufig bleiben die Teilnehmer auch über das Seminar hinaus miteinander in Kontakt!

Info-Seminar

Aufklärung von Kindern nach Samenspende, Embryonenspende, Eizellspende etc. Termine jeweils Montags 15.00 bis 19.00 Uhr

27. August 2018
8. Oktober 2018

weitere Termine sind in Planung, bitte ab und zu vorbeischauen!

Inhalte hier 

Aufklärungs-Seminare

Dieses Informationsseminar ist für alle Eltern gedacht, die ein Kind mit Hilfe der Spendersamenbehandlung, Eizellspende, der Embryonenspende oder mit Hilfe einer Leihmutter bekommen haben und sich darüber informieren möchten, wie ihre Kinder aufgeklärt werden und sie mit Familie und Freunden über die Zeugungsgeschichte sprechen können. Es ist offen für heterosexuelle, gleichgeschlechtliche Eltern und Solo-Mütter. Vor allem werden die folgenden Fragen diskutiert:

  • Wann ist ein günstiges Alter für die Aufklärung?
  • Welche Worte können wir wählen, damit das Kind seine Zeugungsart versteht?
  • Wie kann eine Aufklärung gelingen, wenn das Kind schon älter ist?
  • Mit welchen Reaktionen können wir als Eltern rechnen, wenn Kinder in ihrem Umfeld (Kindergarten, Schule) über die Zeugungsart sprechen und wie können wir damit umgehen?
  • Verändern sich die Gefühle zwischen dem Kind und den Eltern durch die Aufklärung?
  • Welche Bedeutung hat der Samenspender/die Eizellspenderin/die Leihmutter für das Kind?
  • Wie können wir mit Freunden und Familienangehörigen über die Zeugung unseres Kindes sprechen?
  • Was passiert, wenn unser Kind den Spender/die Spenderin kennenlernen möchte?

Die Seminare bieten zudem ausreichend Zeit für den gemeinsamen Austausch. Häufig bleiben die Teilnehmer auch über das Seminar hinaus miteinander in Kontakt!

Info-Seminar

Austausch-Seminar für alleinstehende Frauen mit Kinderwunsch bzw. mit Kind Termin Montags 15.00 bis 19.00 Uhr

Termine auf Nachfrage
Senden Sie mir eine Email, wenn Interesse besteht.

Inhalte hier 

Austausch-Seminare

Seit einigen Jahren nimmt auch in Deutschland die Zahl alleinstehender Frauen, die ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Samenspende umsetzen, deutlich zu. Da ich in der Beratung häufig gefragt werde, wie man denn Kontakt zu anderen Frauen in der gleichen Situation herstellen kann, möchte ich 2018 erstmals ein Seminar dazu anbieten. Wenn Sie also alleinstehend sind, Kinderwunsch oder vielleicht sogar schon ein Kind haben und sich mit anderen austauschen und in Kontakt bleiben möchten, ist dieses Seminar das richtige für Sie!

Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Herzlichen Dank!
… für das tolle informative und motivierende Seminar heute Nachmittag. Und vielen Dank für den Tipp mit dem Restaurant in der Nähe – das Essen war super!
An dieser Stelle ...

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Wir waren vor ca. 2 Jahren bei Ihnen zu dem Info-Nachmittag zum Thema Spendersamen. Mein Mann und ich waren damals noch unentschieden, ich selbst hatte Vorbehalte. Die Gespräche und Informationen waren für mich sehr sehr hilfreich – vor allem das innere Bild, das ich mir vom Spender machte, hatte sich grundlegend geändert – meine Vorbehalte den Spendern gegenüber verwandelte sich in tiefe Dankbarkeit ihnen gegenüber. Dies eröffnete mir dann die innere Möglichkeit, mich diesem Weg zu öffnen.

Ich bin nun in der 35. Schwangerschaftswoche und wir freuen uns sehr. Auch die Resonanz in Familie und Freundeskreis war sehr positiv auf unsere Offenheit bzgl.Thema Spendersamen. Vielen Dank für Ihre Hilfe bei unserem Weg!

Unsere Geschichte ...
Nachdem sich herausstellte, dass ich definitiv zeugungsunfähig bin, war ich erst mal tieftraurig und weinte, eine meine grössten Ängste war Wirklichkeit geworden. Meine Frau wollte aber ein Kind und kam ganz schnell mit der DI um die Ecke, die ich natürlich ablehnte: „unsere Liebe funktioniert auch ohne Kind“. Nach einigem Nachdenken, Gesprächen mit einem DI-Arzt und einer psychologischen Beratung und Evaluation (Wären wir die Richtigen für eine DI?) ließ ich mich aber auf das Abenteuer ein. Meine Frau und ich hatten eine langjährige und wie ich meine gute Beziehung, und ein wichtiger Punkt für mich war und ist heute noch folgender: ein DI-Kind ist ein ungeheuer starker Liebesbeweis und eine ganz bewusste Entscheidung. Selbst, wenn der eine Partner einmal nicht mehr da sein sollte, so wäre das Kind doch eine starke Erinnerung an den gegangenen. Für die übrigbleibende Mutter, weil ohne den sozialen Vater das Kind nie geboren wäre. Für den verbleibenden sozialen Vater, weil im Kind die Mutter weiterlebt. Das hat uns in unserer Entscheidung für DI bestärkt.
Weitere Überlegungen für eine DI waren unser Alter (ca. 34) und dass wir durch mehrere berufliche Umzüge kein gewachsenes soziales Umfeld hatten, was beides allein schon eine Adoption über das Jugendamt nahezu ausschliesst. Auch eine Auslandsadoption kann große Probleme bergen, ist ebenfalls ungeheuer aufwändig und man verweigert seiner Frau, die ja eigentlich „gesund“ ist, das Erleben der Mutterschaft. Also ging es an. Aber auch mit DI wird man bzw. frau nicht sofort schwanger, bei uns hat es 8 oder 10 Versuche gedauert. Ehrlich gestanden, hatte ich dann in der Schwangerschaft manchmal ein komisches Gefühl und dachte gelegentlich, was ich wohl machen würde, wenn wir auf einmal par hazard z.B. ein schwarzes Kind bekämen. Schliesslich hatte der Arzt Schicksal gespielt. Also, so ganz ohne komische Gefühle ging das nicht. Dennoch war es schön, meine Frau so glücklich schwanger zu sehen.
Wir hatten seinerzeit einen vorgeschlagenen ICSI-Versuch selber abgelehnt, unter meiner Vorstellung, dass eine solche Infertilität manchmal auch einen tieferen Grund habe (medizinisch und ethisch-religiöser Aspekt); darüber hinaus fand ich bedenklich, dass die männliche Infertilität ja sehr wahrscheinlich an die männlichen Nachkommen weitergegeben wird und dann sollten meine Söhne sich mit meinem Problem herumschlagen? Dann kam unser Kind und es war einer der bewegendsten und schönsten Tage in meinem Leben. Wir hatten beschlossen, es der Familie von vornherein zu sagen, wenn das Kind gesund wäre; bei einer schweren Behinderung, also wenn das Kind den Sachverhalt selber nie würde verstehen können, hätten wir möglicherweise hinter dem Berg gehalten. Unser Mädchen war aber soweit fit. Und so erfuhren bei der jeweils ersten Begegnung nach Geburt alle Großeltern und direkten Familienmitglieder ob sie wollten oder nicht von der DI. Die Großeltern waren einhellig der Meinung: sagt es dem Kind nicht, es ist egal. Unsere Generation war etwas aufgeschlossener, die einen meinten keine Aufklärung sei besser, die anderen vertrauten unserer fachlichen Einschätzung, dass Aufklärung sinnvoll sei. Es erfuhren des weiteren von Anfang an alle Freunde und Kollegen, die auch sonst an unserem intimeren Leben Anteil hatten. Die spärlichen veröffentlichten Berichte von nicht aufgeklärten DI-Kindern, die erst in der Pubertät oder erwachsen davon erfuhren, sind von großer Traurigkeit.
Ich begann schon auf dem Wickeltisch, meiner Tochter von ihrer Entstehung zu erzählen, damit ich nicht später einmal Schwierigkeiten damit hätte. So hörte sie es also von Anfang an und immer wieder, ohne damit allzu viel anfangen zu können. Meine Frau fand das manchmal vllt. ein bisschen schräg, im Nachinein ist sie aber auch ganz froh darüber. Durch einen weiteren Umzug in eine Kleinstadt, wo ich eine öffentlich etwas exponierte Position einnahm, waren wir unsicher, wie weit wir unsere DI hier kommunizieren sollten und meldeten uns damals zu einem Seminar bei Frau Dr. Thorn in Mörfelden an. Wir wollten damals noch ein Kind und beschlossen letztlich nach unserem Besuch, das Thema auch hier offensiv zu kommunizieren. Hier wissen es jetzt auch alle direkten Nachbarn in der Wohnsiedlung, mit denen wir mehr als nur ein Hallo austauschen, alle Eltern der Freunde der Tochter, die Kindergartenerzieher. Der Kinderarzt. Die Lehrerin. Der Augenarzt. Unsere Zahnärztin. Mein Kollege, mein Personal. (So genau weiß ich schon gar nicht mehr, wer jetzt alle davon weiß und wer nicht.) Insofern ist die Sache wirklich raus und wir fühlen uns gut damit. Einmal traf ich im Schwimmbad die Mutter einer Kindergartenfreundin unserer Tochter, mit der wir öfter mal so bei Gelegenheit schon gequatscht hatten. Die Mädels also im Wasser und ich sitze mit der Mutter auf der Bank. Die Mutter erzählt so von Problemen mit den Töchtern (Scheidung, neuer Partner, Konflikte). Da sage ich, dass meine Tochter ja auch nicht biologisch mein Kind sei, was die Mutter so versteht, als ob ich meine Frau mit Kind kennengelernt hätte. “Nein”, sage ich, “ach das weisst Du gar nicht? Nene, ich war leider nicht zeugungsfähig, und dann haben wir unsere Kinder durch Samenspende bekommen.” Da brach sie ob der unerwarteten Pointe in lautes Lachen aus und sagte, dass sie das nicht fassen kann, dass ich so locker darüber rede. Wir waren beide angenehm amüsiert. Die Begegnung war wirklich ziemlich lustig.
Unsere Tochter ist schon in der Schule. In der Turnstunde hat sie es vor 2 Jahren schon in der Umkleide erzählt. Vor 1, 2 Jahren ging sie durch die Küche und sang unbemerkt bzw. gedankenversunken vor sich hin: “ich bin vom Samen von einem anderen Mann…”. Wir haben dann noch auf einen Schlag 2 Jungs dazubekommen, ebenfalls DI. Auch den Jungs habe ich es immer wieder auf die Nase gebunden vom Säuglingsalter an und mittlerweile ist es auch angekommen. Sogar die Schwester erklärt es ihnen manchmal. Die Jungs sind jetzt 4 Jahre alt. Ich hatte vor 2 Monaten ein kleines Gartenstück neu eingesät, da musste ich etwas fehlgeleitetes Kraut auszupfen, wobei mir die kleinen Jungs halfen. Auf die Frage, warum denn da Unkraut sei, sagte ich, dass da schlechter Samen zwischen geraten sei. Einer der beiden sagte nach kurzem Nachdenken sinngemäß: “Ja, Papa, das ist wie bei Dir, da ist ja auch schlechter Samen drin.” Da war ich dann doch gerührt, weil er das Prinzip ja verstanden hatte. So ist das bei uns gelaufen und ich bin ziemlich froh darüber. Ich mache mir keinen Kopf mehr um das Thema; allerdings ist es m.E. gut, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein und eine stabile Partnerschaft hat.
Wir wünschen uns, dass die Kinder mit 18 Jahren die Möglichkeit erhalten, ihre biologische Herkunft zu erfahren. Ob und wie sie es umsetzen, bleibt freilich abzuwarten.
Angenehme Atmosphäre ...
 Liebe Frau Thorn,
ich möchte Ihnen noch einmal für die angenehme Atmosphäre auf dem Aufklärungsseminar danken. Es war toll, wie Sie uns – die wir alle so unterschiedliche Geschichten haben – zusammengeführt haben. einerlei, ob unsere Kinder durch eine Samenspende alleine oder als Paar oder einer Eizellspende gezeugt wurden, alles wurde passend angesprochen und wir haben uns auch untereinander sehr gut ausgetauscht.

Im Dezember 2014, L. S.

Guten Abend,
ich wollte mich nochmal ganz herzlich für den hochinteressanten Abend in der angenehmen Atmosphäre bei Ihnen bedanken. Für mich haben sich meine zur Zeit bestehenden Fragen zum Thema „Aufklärung von Kindern“ geklärt und außerdem fühle ich mich in meinem bisherigen Umgang mit der Wahrheit bestätigt. So sehe ich der Zukunft nun relativ entspannt, aber voller Tatendrang entgegen.

Herzliche Grüße Ulrich Bayer
Wir wollten mehr über den Spender erfahren ...

Entscheidung zur Spendersamenbehandlung

Mein Mann und ich haben im März 2010 bei Ihnen ein Seminar zur DI gemacht und wollten von der weiteren Entwicklung bei uns und von unseren guten Erfahrungen mit einer Samenbank berichten, die vielleicht auch für andere Teilnehmer Ihrer Seminare interessant sein könnte. Wir waren damals sehr unentschlossen ob wir die Behandlung beginnen sollten. Das Seminar bei Ihnen war für uns sehr wertvoll, insbesondere durch die Erfahrung, dass andere Paare sich genau dieselben existenziellen Fragen stellen, wie auch wir sie uns im Zusammenhang mit dieser Art von Behandlung gestellt haben.

Mein größtes Problem dabei betraf den Umstand, dass der Spender normalerweise anonym ist. Ich wusste nicht, wie ich mit dieser Unklarheit und Ungewissheit umgehen sollte, auch im Hinblick auf die Tatsache dass es uns sehr wichtig erschien, dass ein Kind später die Möglichkeit haben sollte, seinen biologischen Erzeuger kennenzulernen und wir uns deswegen einen verlässlichen und einen offenen Spender gewünscht haben. Wir haben uns gefragt, warum es eigentlich nicht möglich ist, dass man sich mit einem möglichen Spender im Vorfeld einmal trifft, (anonym, also ohne gegenseitige Kenntnis der Namen etc.), so wie das auch bei halbanonymen Adoptionen gemacht wird.

Wir haben also bei unserer Samenbank, bei der viele offene Spender registriert sind, nachgefragt, ob dies möglich wäre. Die Samenbank hat darauf sehr entgegenkommend reagiert und bei den drei Spendern die wir uns schon ausgesucht hatten, nachgefragt, ob diese zu einem Treffen bereit wären. Zwei der drei haben sich einverstanden erklärt (wir haben ihnen eine Aufwandsentschädigung geboten, die von der Höhe dem entsprach was sie auch für einen erfolgreichen “Besuch” in der Samenbank bekommen) und mit einem von ihnen haben wir uns dann tatsächlich getroffen, das andere Treffen ist dann letztlich aus organisatorischen Gründen nicht mehr zustande gekommen. Das Treffen war aus unserer Sicht sehr erfolgreich. Der Spender kam mit seiner Freundin zu dem Treffen und wir hatten zu viert ein sehr offenes Gespräch, bei dem uns die Motivationen des Spenders verständlich wurden. Da uns beide zudem sympathisch waren und verlässlich erschienen, hat das letztendlich den Ausschlag gegeben, die Behandlung zu beginnen. Wir fanden die Art und Weise, wie die Samenbank auf unsere Bedürfnisse eingegangen ist, grossartig und können sie daher nur wärmstens weiterempfehlen. Des Weiteren ist es vielleicht auch für andere Teilnehmer Ihrer Seminare interessant zu wissen, dass uns dieses Gespräch mit dem Spender sehr dabei geholfen hat, zu einer Entscheidung zu kommen (wobei wir natürlich nicht wissen ob dies nicht auch ein glücklicher Zufall war und anders hätte ausgehen können).

In jedem Fall erschien uns dieses Vorgehen als angemessener und würdevoller als ein komplett anonymes Vorgehen, da es die Tatsachen einer Fremdsamenbehandlung transparent und offen macht und damit auch würdigt, anstatt sie zu verstecken wie etwas dessen man sich schämen muss.

Wir haben mit unserer Familie gesprochen!

Mein Mann (geb.1981) und ich (geb.1979) haben im Oktober 2009 geheiratet, kurz zu vor hatte ich die Pille abgesetzt. Meine Zyklen verliefen sehr unregelmäßig (30-50 Tage). Meine Frauenärztin sagte immer, dass wir uns keine Sorgen machen brauchen. Erst nach 12 Monaten ohne Schwangerschaft sollten wir an weitere Untersuchungen denken. Ich habe mich oft offen mit vielen über den unerfüllten Kinderwunsch unterhalten, auch in einschlägigen Foren. Und mir wurde immer wieder gesagt, dass wir uns doch mal untersuchen lassen sollten. Im Dezember/Januar 2010 blieb meine Blutung aus, auch die meiner älteren Schwester. Wir beide hofften sehr auf eine gemeinsame Schwangerschaft. Ihr Traum wurde erfüllt (im1.Übungszyklus) meiner war nur eine Follikelzyste.

Nach 10 Monaten hatten wir unsere ersten Termine, mein Mann beim Urologen für ein Spermiogramm und parallel dazu die ersten Termine in der Kinderwunschpraxis. Beim Urologen wurde meinem Mann eine Azoospermie diagnostiziert, auch beim 2. Spermiogramm. Die Ärzte im Kinderwunschzentrum meinten nur, dass das bei niedergelassenen Urologen meist so ausfällt und dann im Speziallabor doch besser aussieht. Wir ließen uns beim Genetiker beraten, da es schon Auffälligkeiten in beiden Familien gab (Fehlgeburten, Behinderungen, Totgeburten). Auch diese Untersuchungen blieben ergebnislos. Beim Spermiogramm im Kinderwunschzentrum wurden dann auch Spermien gefunden.

Wir waren total erleichtert und so startete im Dezember 2010 die 1. Downregulierung. Ende Januar war dann die 1. ICSI, bzw. Punktion (3 Eizellen). Kurz zuvor war mein Schwiegervater plötzlich verstorben. Bei meinem Mann wurden keine brauchbaren Spermien gefunden, wir gingen davon aus, dass die starke psychische Belastung durch den Tod die Spermienproduktion beeinträchtigt hat. Somit kam es zu keiner Befruchtung und folglich auch zu keinem Transfer. Daraufhin wurde uns geraten, bei meinem Mann eine Hodenbiopsie durchzuführen. In 8 Proben wurde nur in einer etwas gefunden. Trotzdem hatten wir große Hoffnungen und wagten kurz darauf den nächsten ICSI Versuch. Die 2. ICSI wurde auch wieder abgebrochen (ich hatte nur 1 Eizelle). Die Probe von der Hodenbiopsie war leider nicht verwendbar, da die Spermien durch das Einfrieren gelitten hatten. Mein Mann musste dann doch noch in die Klinik kommen, um noch mal Ejakulat ab zugeben, eventuell hätte ja etwas auffindbar sein können. Auch das blieb erfolglos.

Daraufhin wurde uns gesagt, dass wir kein gemeinsames Kind zeugen können. Wir sollen uns überlegen, ob Spendersamen oder eine Adoption für uns in Frage kommt. Das war ein großer Schock. An diesem Tag mussten wir noch auf die Hochzeit meines Stiefbruders. Adoption hatten wir für uns gänzlich ausgeschlossen. Wir haben uns ausgiebig von dem Kinderwunschzentrum über Samenspende aufklären lassen, haben das Seminar von Frau Dr. Petra Thorn besucht und haben eine juristische Beratung durchgeführt.

Unsere Familie und der enge Freundeskreis wusste, dass wir in Behandlung sind. Nur die Diagnose Azoospermie hatten wir bisher verschwiegen. Nachdem wir uns für die Möglichkeit Spendersamen entschieden hatten, war es uns ein Bedürfnis, die Familie (meine Mutter und ihren Ehemann, meinen Vater und dessen Lebensgefährtin sowie meine Schwiegermutter) aufzuklären. Meine Schwester und ihr Ehemann wissen immer über alles Bescheid. Sie ist meine engste Vertraute, sie kennt jeden Behandlungsschritt und was uns gerade beschäftigt. Aber dann kam die Frage „Wie klären wir auf?“. Wir sind beide nicht die großen Redner, und über so ein schwieriges und nerven belastendes Thema zu sprechen ist nochmal schwieriger. Große Angst vor den Reaktionen hatten wir nicht, aber das „Wie“ war eine große Frage. Von Frau Dr. Thorn kam der Tipp, dass einige Paare das Aufklärungsbuch „Die Geschichte unserer Familie“ zur Hilfe nahmen. Diesen Gedanken hatten wir auch schon mal und dann auch aufgegriffen. Da aber noch kein Kind aus Samenspende entstanden ist und wir keine falschen Hoffnungen machen wollten, dass ich schwanger bin, mussten wir das Buch abändern. So beschlossen wir, dass wir meinem Vater und seiner Lebensgefährtin ein Video (sie wohnen weiter weg und wir sehen uns nicht so oft) und dem Rest der Familie ein kleines Büchlein machen. Ich scannte Teile des Buches ein, ergänzte es an manchen Stellen mit einem eigenen Text und machte daraus ein kleines Video bzw. Buch. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Mein Vater und seine Lebensgefährtin waren ganz gerührt, dass wir so etwas mit ihnen teilen und sie möchten einfach nur, dass wir zwei als Familie glücklich sind. Meine Schwiegermutter, die selbst viel mitgemacht hat in Bezug auf Kinderwunsch (3 Frühgeburten, 2 davon verstorben) war einfach nur froh, dass es immer noch eine Chance auf ein Enkelkind gibt und dass wir noch nicht aufgegeben haben. Meine Mutter hat uns schon zu einem früheren Zeitpunkt mal gesagt, dass egal was kommt wir auf sie zählen können und sie immer hinter uns steht. Auch sie war überglücklich, dass wir uns für diesen We g entschieden haben und die Chance auf ihr zweites Enkelkind besteht.

Dann erfolgte schon der 1. Zyklus mit Clomifen für eine Insemination, aber leider musste das wieder abgebrochen werden, da sich keine Eizelle entwickelt hat. Nun warten wir auf den nächsten Zyklus, mit stärkerer Stimulation. Und hoffen auf ein baldiges POSITIVES Ergebnis. Wenn ich das alles so niederschreibe und lese, weiß ich gar nicht wie ich bzw. wir das alles dieses Jahr ausgehalten haben. Ich danke meiner Familie, dass sie immer für uns da sind, uns auffangen, wenn wir drohen zu fallen, uns Kraft geben und uns finanziell unterstützen.   Und wir sind fest davon überzeugt, die Familie kann einen nur unterstützen, wenn man offen und ehrlich darüber spricht und sie aufklärt.

Wir waren unsicher ...

Wir waren uns vor dem Info-Nachmittag unsicher, ob die Aufklärung wirklich das Beste ist für uns und für unser Kind. Die gemeinsamen Gespräche haben uns gezeigt, dass wir eigentlich vor allem Angst hatten: Angst davor, wie andere reagieren könnten, wenn das Kind vielleicht offen über seine Zeugungsart spricht und Angst, ob unser Kind irgendwann mich als Vater ablehnen könnte. Unsere Angst ist uns gut genommen worden und wir sind jetzt zuversichtlich, dass wir gut mit vielen unterschiedlichen Reaktionen, die vielleicht von außen kommen, umgehen können. Auch wissen wir, dass andere ähnliche Ängste hatten und es hat uns gut getan, diese offen aussprechen zu können.

Bücher zur Aufklärung finden Sie bei FamART

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