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Wochenend-Seminar

Familienbildung mit Spendersamen

Die Familienbildung mit Spendersamen ist eine Möglichkeit für die Paare, bei denen männliche Unfruchtbarkeit vorliegt und andere reproduktionsmedizinische Möglichkeiten nicht erfolgreich sind oder als zu eingreifend erlebt werden. Auch Männer, die an einer Erbkrnkheit leiden, die sich nicht auf ein Kind übertragen möchten, bietet die Insemination mit Spendersamen die Möglichkeit, ein gesundes Kind zu zeugen.

Für die meisten Paare ist die Entscheidung zu einer Samenspende nicht einfach, denn sie wünschen sich zunächst natürlich ein Kind, das biologisch von beiden Elternteilen abstammt. Die Familienbildung mit Spendersamen ist aber nicht nur deshalb eine Herausforderung. Bei uns in Deutschland ist Information darüber sehr spärlich und über die Samenspende wird in der Öffentlichkeit kaum gesprochen. Man hat das Gefühl, dass es ein regelrechtes Tabuthema ist.

Als mich in den Anfangsjahren der Beratung bei unerfüllten Kinderwunsch einige Paare aufsuchten, die mit mir gemeinsam überlegten, ob diese Art der Familiengründung für sie die richtige ist und auch ich mich darüber näher informieren wollte, merkte auch ich, dass es kaum Literatur dazu gab. Dies führte dazu, dass ich begann, Wochenend-Seminare dazu anzubieten und gemeinsam mit Dr. Helga Müller, einer Rechtsanwältin, einen Ratgeber dazu verfasste. Inzwischen arbeite ich in diesem Bereich auch wissenschaftlich; auf meiner Publikationsliste finden Sie zahlreiche Artikel, die sich mit diesem Thema befassen.

Die Wochenendseminare finden in unregelmäßigen Abständen statt. Unten sehen Sie ein Photo eines der letzten Seminare. Die beiden Tage sind in einen informativen Teil (Samstags) und einen Tag für den Austausch untereinander (Sonntags) aufgeteilt. Sie haben hier die Möglichkeit, sich über die psychosozialen, medizinischen und juristischen Aspekte zu informieren und andere Paaren, die sich für die Spendersamenbehandlung interessieren, kennenzulernen. Für viele Paare war die Seminarteilnahme sehr hilfreich für ihre Entscheidungsfindung für oder gegen diese Familienbildung und bei der Frage, ob und ggf. wie und wann sie mit anderen und später vielleicht auch mit ihrem Kind über diese Zeugungsart sprechen können. Eine Evaluation einige der Seminare hat ergeben, dass Paare vor allem bei diesen Fragen sehr viel Selbstvertrauen und Selbstsicherheit erlangten und deshalb selbstbewusster mit der Behandlung und dieser Art der Familienbildung umgehen können.

Aus einem der Seminare hat sich schon vor einigen Jahren die IDI-Guppe "Information donogene Insemination" gebildet, die sich zwei Mal jährlich unabhängig von mir trifft. Mittlerweile gibt es darüber hinaus auf der Seite www.di-familie.de die Möglichkeit, regional mit Familien in Kontakt zu treten um sich auszutauschen, sich zu treffen, Familienfrühstücke oder Kinderfeste zu veranstalten.

Die Referenten des letzten Seminars (Juni 2006) waren:

Prof. Dr. Thomas Katzorke, Essen, Vorstand des Arbeitskreises für donogene Insemination e.V.

Dr. Helga Müller, Frankfurt,  Rechtsanwältin

Prof. Ken Daniels, Neuseeland, Sozialwissenschaftler

Ein Ehepaar mit Kinder nach Spendersamenbehandlung, aktiv bei IDI (Selbshilfegruppe Information Donogene Insemination)

Die Seminare finden an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt statt.

Eine Zusammenfassung eines der letzen Seminare können Sie bei mir direkt oder bei dem Verlag FamART anfordern.

Der Termin des nächsten Seminars steht zurzeit noch nicht fest.  Die Einladung für das letzte Seminar können Sie hier einsehen.

Auf der Seite "Gruppenangebote" finden Sie weitere Informationsseminar zur Familienbildung mit Samenspende.

 

 

 

Dr. Petra Thorn - Praxis für Paar- und Familientherapie  | mail@pthorn.de