Kinderwunschberatung

 

Sich ein Kind zu wünschen ist ein ganz natürliches Anliegen. Manche Paare müssen jedoch erleben, dass dieser Wunsch nicht oder nur mit medizinischer Unterstützung in Erfüllung geht. Ungewollte Kinderlosigkeit kann eine große Herausforderung sein und eine Auseinandersetzung mit sich selbst, der Partnerschaft und mit anderen Personen, die einem nahe stehen, bedeuten:

Was bedeutet Kinderlosigkeit für mich und meine Beziehung zum Partner?

  • Wie können wir unseren (möglicherweise unterschiedlichen) Bedürfnissen gerecht werden?
  • Welche Auswirkung hat der Kinderwunsch auf unsere Lebensplanung?
  • Entscheiden wir uns für medizinische Behandlung (Insemination, IVF, ICSI)?
  • Wie weit gehen wir in einer Behandlung?
  • Mit welchen emotionalen Reaktionen ist ein medizinischer Eingriff verbunden?
  • Könnten wir uns auch ohne Kind ein erfülltes Leben vorstellen?
  • Wäre die Adoption eines Kindes oder eine Samenspende für uns vorstellbar?
  • Was bedeutet dies für unsere Vorstellung von Familie?

Information, Beratung und Begleitung tragen dazu bei,

  • dass Sie medizinische und nicht-medizinische Möglichkeiten überblicken können,
  • dass Sie fehlende Informationen erhalten
  • dass Sie Ihre Möglichkeiten reflektieren und
  • Unterstützung für die Entwicklung Ihres individuellen Umgangs mit dem Kinderwunsch erhalten und somit Ihren eigenen Weg finden.

Ein Informationsgespräch kann ein einzelner Kontakt sein. In manchen Fällen ist – nach einem ersten Orientierungsgespräch – eine längere Beratung oder auch eine Begleitung während der medizinischen Behandlung hilfreich. Oft sind 5 bis 10 Sitzungen ausreichend.

Eine kurze Checkliste der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung – BKiD erstellt wurde, kann klären helfen, ob Sie eine Beratung aufsuchen sollten. Diese Checkliste können neben Sie als PDF herunterladen.

Links zum Thema Kinderwunsch finden Sie hier.

 

Kostenfreie Beratung in Darmstadt

Bei donum vitae in Darmstadt biete ich einmal monatlich eine kostenfreie Kinderwunsch-Beratung an. Einen Termin können Sie telefonisch mit mir vereinbaren. Eine Anfahrtsskizze finden Sie auf der Homepage von Donum Vitae Darmstadt.

 

Beratung vor einer Samenspende und ähnlichen Behandlungen

Vor einer Behandlung mit Samenspende und ähnlichen Behandlungen ist eine psychosoziale Kinderwunschberatung empfehlenswert, um vor allem Themen wie die Aufklärung des Kindes und der Umgang mit dieser Behandlung im eigenen sozialen Umfeld zu reflektieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung – BKiD hat Richtlinien für die Kinderwunschberatung, für die Beratung im Vorfeld einer Spendersamenbehandlung sowie für die Behandlung im Ausland erstellt. Diese Richtlinien können Sie online einsehen, wenn Sie auf die Homepage von BKiD gehen. Darüber hinaus hat das Beratungsnetzwerk einen offenen Brief an die Ministerinnen von der Leyen und Schmidt geschrieben und sich für eine bessere Finanzierung von reproduktionsmedizinischen Behandlungen und psychosozialer Beratung eingesetzt.

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Gestern vor 4 Jahren ...

Liebe Fr. Thorn,

eben habe ich in meiner Ablage nochmal nachgeschaut, wir waren genau gestern vor 4 Jahren zum 1. Beratungsgespräch bei Ihnen und heute darf ich Ihnen mitteilen, dass am 02.06.2016 unsere Tochter Jennifer geboren wurde. Es war ein langer Weg mit vielen Niederschlägen aber schließlich hat sich unser Durchhaltevermögen und die Unterstützung durch einige Menschen, zu denen Sie gehören, bezahlt gemacht.
Wir sind mit Jennifer jetzt seit einigen Woche vom Krankenhaus zu Hause und unser kleiner Schatz hat bei uns bereits alles auf den Kopf gestellt. Aber wir sind überglücklich mit ihr und genießen jede Stunde mit ihr. Sie ist ein gesundes Kind und auch mir geht es nach einer anstrengenden Geburt schon wieder ganz gut.

Liebe Fr. Thorn, wir möchten uns bei Ihnen ganz herzlich für die Gespräche, Emails und Telefonate bedanken, die wir mit Ihnen führen durften. Sie haben uns geholfen unsere Entscheidungen zu treffen und den Mut zu haben dran zu bleiben. Sie haben uns immer wieder wichtige Impulse gegeben, die uns weitergebracht haben. Ihre Beratung, fachliche Expertise und insgesamt Ihre Art haben uns dazu verholfen heute unsere Tochter im Arm halten zu dürfen und dafür sind wir Ihnen unendlich dankbar.

Wir denken, dass wir uns in ein paar Jahren bei einem Ihrer Kurse zur Aufklärung von Kindern aus Eizellspende wieder sehen werden. Bis dahin wünschen wir Ihnen das Allerbeste und dass Sie mit Ihrer Arbeit noch vielen Paaren weiterhelfen können.

Auch Jennifer bedankt sich mit 2 Fotos.

Viele herzliche Grüße,
Maren und Helmut Schön mit Jennifer

Liebe Frau Thorn ...

gerne möchten wir uns auch nochmals für Ihre Beratung bedanken; als lesbisches Paare waren wir im Mai 2013 und im Herbst 2011 bei Ihnen. Inzwischen ist Sabrina schwanger (Insemination im Kinderwunschzentrum in unserer Nähe), Geburtstermin ist Mitte Juni. Wir haben uns beide bei Ihnen sehr aufgehoben gefühlt!

Herzliche Grüße

Sabrina und Monika M.

Wir waren recht skeptisch ...

Sehr geehrte Frau Thorn,

wir waren vor dem Termin bei Ihnen recht skeptisch, ob wir tatsächlich eine Beratung brauchen. Wir haben allerdings viele Themen gesprochen, die mit der Samenspende einhergehen, auf die wir alleine gar nicht gekommen wären. Insofern hat sich die Beratung (und auch der Weg zu Ihnen) wirklich gelohnt. Wir würden es im Nachhinein immer wieder so machen! Wir gehen jetzt ein ganzes Stück sicherer mit der Behandlung um.
Herzliche Grüße aus der Schweiz,
T. M.

 

Schnelle Rückmeldung ...

Hallo Frau Thorn,
ich wollte mich nur noch mal fix melden, um mich für das tolle Gespräch vom letzten Freitag zu bedanken!
Sie haben meine Erwartungen um Lichtjahre übererfüllt und meine Frau und ich fühlen uns ideal vorbereitet auf die anstehenden Aufklärungsgespräche mit unseren Kindern!
Viele Grüße
H. U.

Unsere Geschichte

Mein Mann und ich lernten uns 1998 kennen, und wir verbrachten wunderschöne Jahre zu zweit. Schon während unserer Studienzeit war klar, dass wir beide uns Kinder wünschten. Als wir beide einen festen Job hatten, habe ich die Pille abgesetzt. 2008 haben wir standesamtlich geheiratet, dann unser Haus gebaut (mit drei Kinderzimmern). Im Sommer 2009, als das Haus fertig war, haben wir kirchlich geheiratet.

Als nach etwas 1,5 Jahren noch keine Schwangerschaft eingetreten war, riet mein Frauenarzt uns, dass mein Mann ein Spermiogramm machen lassen sollte. Dann der Schock: Es waren überhaupt keine Spermien nachweisbar. Wir waren am Boden zerstört. Es folge eine TESE, aber auch hier wurden keine Spermien gefunden. Nach einiger Zeit des Verarbeite stießen wir auf das Thema der Samenspende. Zuerst sehr kritisch, dann sehr interessiert. Wir machten bei Frau Thorn ein Seminar und hatten uns danach für diese Art der Familienbildung entschieden.

Im Frühling 2009 wechselten wir die Kinderwunschklinik, um uns in der neuen Praxis übe den Ablauf mit Samenspende zu informieren. Es erfolgten verschiedene Untersuchungen, unter anderem auch wieder ein Spermiogramm, und dann verkündete uns der Arzt die frohe Botschaft: Es waren einzelne Spermien gefunden worden, die für eine ICSI reichen würden. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Es bestand wider die Möglichkeit auf leibliche Kinder.

Wir feierten dann erstmal ganz groß unsere kirchliche Hochzeit und gingen auf Hochzeitsreise. Im Juli 2009 haben wir unsere 1. ICSI gemacht und am 11. August kam der Anruf: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger.“ Wir konnten es kaum begreifen. Es wurde nur eine Eizelle eingesetzt, und diese hatte es sich gemütlich gemacht.

Im April 2010 wurde nach einer tollen Schwangerschaft unsere Tochter Lotta geboren. Nach einer schönen Wassergeburt konnten wir sie in unsere Arme schließen. Es war und ist immer noch das Beste, was uns passiert ist. Als Lotta 1,5 Jahre alt war, kam der Wunsch nach einem Geschwisterlichen. Wir hatten noch 3 befruchtete Eizellen eingefroren und starteten ganz optimistisch mit einem Kryoversuch. Als dieser negativ ausging, waren wir noch nicht besonders enttäuscht. Wir wissen ja noch nicht, was vor uns lag. Ich fasse es kurz zusammen:

 

2011     1 Kryo – negativ
1 ICSI – negativ

2012     3 Kryos – negativ
1 ICSI – Eileiterschwangerschaft
5 Kryos – negativ

2013     1 ICSI  – negativ
3 Kryos – negativ
1 ICSI – Eileiterschwangerschaft

2014 – 1 Kryo – negativ
1 ICSI – POSITIV (20. Mai 2014)

Ganz wichtig für uns war, dass wir die ganze Zeit trotzdem unser Leben uns besonders die Zeit mit Lotta in vollen Zügen genossen haben. Nach den negativen Ergebnissen dauerte es immer eine Zeit, bis wir uns erholt hatten, aber wie blieben optimistisch.

Jetzt bin ich in der 18. Schwangerschaftswoche und vielleicht erfahren wir am Dienstag, ob Lotta einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester bekommt. Wir freuen uns alle sehr auf das Baby.

Seit der Schwangerschaft mit Lotta sind wir ganz offen mit dem Thema umgegangen. Alle Freunde. die Familie und auch Kollegen wussten bescheid und haben mit uns gehofft. Ich glaube, dass hat es einfacher gemacht. Trotz des langen Wegs sind wir sehr dankbar, das Glück zu haben, unser Leben mit unseren Kindern zu teilen.

Wir wünschen allen Paaren, die sich auch auf diesem langen Weg befinden, viel Kraft, Geduld und viel, viel Glück!

S. M. im August 2014

 

BKiD – Checkliste

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