Informationsseminare zur Aufklärung von Kindern, die mit Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende oder Leihmutterschaft gezeugt wurden

 

Alle Seminare finden in der Regel in meiner Praxis in Mörfelden statt.
Zu den Seminaren kommen Teilnehmer aus ganz Deutschland, manchmal auch aus dem angrenzenden Ausland. Eine frühe Anmeldung erleichtert allen die Planung, auch Ihnen als Teilnehmer, vor allem, wenn Sie eine Übernachtung benötigen.

Kosten: Bei Anmeldung und Überweisung inkl. Zahlungseingang des Teilnahmebetrags bis zu 6 Wochen vor Seminar € 90,00 pro Teilnehmer, bei Anmeldung und Zahlungseingang danach € 110,00 pro Teilnehmer. Sie können sich mit nebenstehendem Formular anmelden. Sie erhalten danach eine Anmeldebestätigung. Rund zwei Wochen von dem Seminar informiere ich Sie über die Anzahl der Teilnehmenden.

Ort Praxis Dr. Petra Thorn, Langener Str. 37, 64546 Mörfelden

Termine
Informationsseminar  „Aufklärung von Kindern, die mit Hilfe einer Samen-, Eizell-, Embryonenspende oder Leihmutterschaft gezeugt wurden”

 

Montag, 13. März 2017, 15.00 bis 19.00 Uhr

Montag, 12. Juni 2017, 15.00 bis 19.00 Uhr

Montag, 25. September 2017, 15.00 bis 19.00 Uhr

Näheres zu den Seminaren und ein Anmeldeformular finden Sie im nebenstehenden Anmeldeformular. Das Informationsseminar ist für alle Eltern gedacht, die ein Kind mit Hilfe der Spendersamenbehandlung, Eizellspende, der Embryonenspende oder mit Hilfe einer Leihmutter bekommen haben und sich darüber informieren möchten, wie die Kinder aufgeklärt werden können. Es ist offen für heterosexuelle und gleichgeschlechtliche Eltern sowie Solo-Mütter.

Vor allem werden die folgenden Fragen diskutiert:

 

  • Wann ist ein günstiges Alter für die Aufklärung?
  • Welche Worte können wir wählen, damit das Kind seine Zeugungsart versteht?
  • Wie kann eine Aufklärung gelingen, wenn das Kind schon älter ist?
  • Mit welchen Reaktionen können wir als Eltern rechnen, wenn Kinder in ihrem Umfeld (Kindergarten, Schule) über die Zeugungsart sprechen und wie können wir damit umgehen?
  • Verändern sich die Gefühle zwischen dem Kind und den Eltern durch die Aufklärung?
  • Welche Bedeutung hat der Samenspender/die Eizellspenderin/die Leihmutter für das Kind?
  • Wie können wir mit Freunden und Familienangehörigen über die Zeugung unseres Kindes sprechen?
|
Angenehme Atmosphäre beim Aufklärungsseminar

Liebe Frau Thorn,
ich möchte Ihnen noch einmal für die angenehme Atmosphäre auf dem Aufklärungsseminar danken. Es war toll, wie Sie uns – die wir alle so unterschiedliche Geschichten haben – zusammengeführt haben. einerlei, ob unsere Kinder durch eine Samenspende alleine oder als Paar oder einer Eizellspende gezeugt wurden, alles wurde passend angesprochen und wir haben uns auch untereinander sehr gut ausgetauscht.

Im Dezember 2014,

L. S.

Seminar zu Aufklärung

Guten Abend Frau Thorn,

ich wollte mich nochmal ganz herzlich für den hochinteressanten Abend in der angenehmen Atmosphäre bei Ihnen bedanken.
Für mich haben sich meine zur Zeit bestehenden Fragen zum Thema „Aufklärung von Kindern“ geklärt und außerdem fühle ich mich in meinem bisherigen Umgang mit der Wahrheit bestätigt.
So sehe ich der Zukunft nun relativ entspannt, aber voller Tatendrang entgegen.

Herzliche Grüße
Ulrich Bayer

Rückmeldung zum Kinderbuch

Sehr geehrte Frau Thorn,

danke für das Zusenden der Bücher, sie sind gestern eingetroffen und erfreuen uns sehr. Mein lieber Mann hatte ja noch keine Ahnung, was ich „da schon wieder“ bestellt habe. Und auch ihm gefällt das Aufklärungsbuch sehr gut.

Ich finde die Zeichnungen ja auch soo treffend, auf uns genau zugeschnitten: Ich bin dunkelhaarig, nehme schwangerschaftsbedingt gut zu (immer dicker, und noch dicker ), mein Mann ist rothaarig, und einer der behandelnden Ärzte sieht auch noch genau aus wie der aus dem Buch. Das sind genau wir. 😉

Nur warum der liebe Spender so anders aussieht (dunkelhaarig), das werden wir den Kindern erklären müssen, denn uns war auch die spezielle Haarfarbe wichtig, und so sind wir glücklich, bei „unserer“ Samenbank einen blonden Mann mit blauen Augen gefunden zu haben.

Viele liebe Grüße und Kompliment für Ihre Arbeit, im DI Forum von wunschkinder.net liest man öfter über Sie, nur Positives.

Familie Neiradt.

Wir waren uns vor dem Info-Nachmittag unsicher, ob die Aufklärung ...
Wir waren uns vor dem Info-Nachmittag unsicher, ob die Aufklärung wirklich das Beste ist für uns und für unser Kind. Die gemeinsamen Gespräche haben uns gezeigt, dass wir eigentlich vor allem Angst hatten: Angst davor, wie andere reagieren könnten, wenn das Kind vielleicht offen über seine Zeugungsart spricht und Angst, ob unser Kind irgendwann mich als Vater ablehnen könnte. Unsere Angst ist uns gut genommen worden und wir sind jetzt zuversichtlich, dass wir gut mit vielen unterschiedlichen Reaktionen, die vielleicht von außen kommen, umgehen können. Auch wissen wir, dass andere ähnliche Ängste hatten und es hat uns gut getan, diese offen aussprechen zu können.
Unsere Geschichte mit Samenspende ...
Nachdem sich herausstellte, dass ich definitiv zeugungsunfähig bin, war ich erst mal tieftraurig und weinte, eine meine grössten Ängste war Wirklichkeit geworden. Meine Frau wollte aber ein Kind und kam ganz schnell mit der DI um die Ecke, die ich natürlich ablehnte: „unsere Liebe funktioniert auch ohne Kind“. Nach einigem Nachdenken, Gesprächen mit einem DI-Arzt und einer psychologischen Beratung und Evaluation (Wären wir die Richtigen für eine DI?) ließ ich mich aber auf das Abenteuer ein. Meine Frau und ich hatten eine langjährige und wie ich meine gute Beziehung, und ein wichtiger Punkt für mich war und ist heute noch folgender: ein DI-Kind ist ein ungeheuer starker Liebesbeweis und eine ganz bewusste Entscheidung. Selbst, wenn der eine Partner einmal nicht mehr da sein sollte, so wäre das Kind doch eine starke Erinnerung an den gegangenen. Für die übrigbleibende Mutter, weil ohne den sozialen Vater das Kind nie geboren wäre. Für den verbleibenden sozialen Vater, weil im Kind die Mutter weiterlebt. Das hat uns in unserer Entscheidung für DI bestärkt. Weitere Überlegungen für eine DI waren unser Alter (ca. 34) und dass wir durch mehrere berufliche Umzüge kein gewachsenes soziales Umfeld hatten, was beides allein schon eine Adoption über das Jugendamt nahezu ausschliesst. Auch eine Auslandsadoption kann große Probleme bergen, ist ebenfalls ungeheuer aufwändig und man verweigert seiner Frau, die ja eigentlich „gesund“ ist, das Erleben der Mutterschaft. Also ging es an. Aber auch mit DI wird man bzw. frau nicht sofort schwanger, bei uns hat es 8 oder 10 Versuche gedauert. Ehrlich gestanden, hatte ich dann in der Schwangerschaft manchmal ein komisches Gefühl und dachte gelegentlich, was ich wohl machen würde, wenn wir auf einmal par hazard z.B. ein schwarzes Kind bekämen. Schliesslich hatte der Arzt Schicksal gespielt. Also, so ganz ohne komische Gefühle ging das nicht. Dennoch war es schön, meine Frau so glücklich schwanger zu sehen. Wir hatten seinerzeit einen vorgeschlagenen ICSI-Versuch selber abgelehnt, unter meiner Vorstellung, dass eine solche Infertilität manchmal auch einen tieferen Grund habe (medizinisch und ethisch-religiöser Aspekt); darüber hinaus fand ich bedenklich, dass die männliche Infertilität ja sehr wahrscheinlich an die männlichen Nachkommen weitergegeben wird und dann sollten meine Söhne sich mit meinem Problem herumschlagen? Dann kam unser Kind und es war einer der bewegendsten und schönsten Tage in meinem Leben. Wir hatten beschlossen, es der Familie von vornherein zu sagen, wenn das Kind gesund wäre; bei einer schweren Behinderung, also wenn das Kind den Sachverhalt selber nie würde verstehen können, hätten wir möglicherweise hinter dem Berg gehalten. Unser Mädchen war aber soweit fit. Und so erfuhren bei der jeweils ersten Begegnung nach Geburt alle Großeltern und direkten Familienmitglieder ob sie wollten oder nicht von der DI. Die Großeltern waren einhellig der Meinung: sagt es dem Kind nicht, es ist egal. Unsere Generation war etwas aufgeschlossener, die einen meinten keine Aufklärung sei besser, die anderen vertrauten unserer fachlichen Einschätzung, dass Aufklärung sinnvoll sei. Es erfuhren des weiteren von Anfang an alle Freunde und Kollegen, die auch sonst an unserem intimeren Leben Anteil hatten. Die spärlichen veröffentlichten Berichte von nicht aufgeklärten DI-Kindern, die erst in der Pubertät oder erwachsen davon erfuhren, sind von großer Traurigkeit. Ich begann schon auf dem Wickeltisch, meiner Tochter von ihrer Entstehung zu erzählen, damit ich nicht später einmal Schwierigkeiten damit hätte. So hörte sie es also von Anfang an und immer wieder, ohne damit allzu viel anfangen zu können. Meine Frau fand das manchmal vllt. ein bisschen schräg, im Nachinein ist sie aber auch ganz froh darüber. Durch einen weiteren Umzug in eine Kleinstadt, wo ich eine öffentlich etwas exponierte Position einnahm, waren wir unsicher, wie weit wir unsere DI hier kommunizieren sollten und meldeten uns damals zu einem Seminar bei Frau Dr. Thorn in Mörfelden an. Wir wollten damals noch ein Kind und beschlossen letztlich nach unserem Besuch, das Thema auch hier offensiv zu kommunizieren. Hier wissen es jetzt auch alle direkten Nachbarn in der Wohnsiedlung, mit denen wir mehr als nur ein Hallo austauschen, alle Eltern der Freunde der Tochter, die Kindergartenerzieher. Der Kinderarzt. Die Lehrerin. Der Augenarzt. Unsere Zahnärztin. Mein Kollege, mein Personal. (So genau weiß ich schon gar nicht mehr, wer jetzt alle davon weiß und wer nicht.) Insofern ist die Sache wirklich raus und wir fühlen uns gut damit. Einmal traf ich im Schwimmbad die Mutter einer Kindergartenfreundin unserer Tochter, mit der wir öfter mal so bei Gelegenheit schon gequatscht hatten. Die Mädels also im Wasser und ich sitze mit der Mutter auf der Bank. Die Mutter erzählt so von Problemen mit den Töchtern (Scheidung, neuer Partner, Konflikte). Da sage ich, dass meine Tochter ja auch nicht biologisch mein Kind sei, was die Mutter so versteht, als ob ich meine Frau mit Kind kennengelernt hätte. “Nein”, sage ich, “ach das weisst Du gar nicht? Nene, ich war leider nicht zeugungsfähig, und dann haben wir unsere Kinder durch Samenspende bekommen.” Da brach sie ob der unerwarteten Pointe in lautes Lachen aus und sagte, dass sie das nicht fassen kann, dass ich so locker darüber rede. Wir waren beide angenehm amüsiert. Die Begegnung war wirklich ziemlich lustig. Unsere Tochter ist schon in der Schule. In der Turnstunde hat sie es vor 2 Jahren schon in der Umkleide erzählt. Vor 1, 2 Jahren ging sie durch die Küche und sang unbemerkt bzw. gedankenversunken vor sich hin: “ich bin vom Samen von einem anderen Mann…”. Wir haben dann noch auf einen Schlag 2 Jungs dazubekommen, ebenfalls DI. Auch den Jungs habe ich es immer wieder auf die Nase gebunden vom Säuglingsalter an und mittlerweile ist es auch angekommen. Sogar die Schwester erklärt es ihnen manchmal. Die Jungs sind jetzt 4 Jahre alt. Ich hatte vor 2 Monaten ein kleines Gartenstück neu eingesät, da musste ich etwas fehlgeleitetes Kraut auszupfen, wobei mir die kleinen Jungs halfen. Auf die Frage, warum denn da Unkraut sei, sagte ich, dass da schlechter Samen zwischen geraten sei. Einer der beiden sagte nach kurzem Nachdenken sinngemäß: “Ja, Papa, das ist wie bei Dir, da ist ja auch schlechter Samen drin.” Da war ich dann doch gerührt, weil er das Prinzip ja verstanden hatte. So ist das bei uns gelaufen und ich bin ziemlich froh darüber. Ich mache mir keinen Kopf mehr um das Thema; allerdings ist es m.E. gut, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein und eine stabile Partnerschaft hat. Wir wünschen uns, dass die Kinder mit 18 Jahren die Möglichkeit erhalten, ihre biologische Herkunft zu erfahren. Ob und wie sie es umsetzen, bleibt freilich abzuwarten.

Anmeldeformular

Bitte das Formular anklicken, dann öffnet sich ein PDF

Kontaktformular

10 + 8 =

Translate »