Tagung in Göttingen: Familienbildung mit Hilfe von Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende und Leihmutterschaft

Familienbildung mit Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende und Leihmutterschaft

Gemeinsam mit dem DI-Netz und der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung führt die Universität Göttingen, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, die o.a. Tagung am 3. und 4. November 2017 durch. Die Vorträge sind zum Teil auf englisch.

Hier können Sie das Programm einsehen und sich anmelden. Den Flyer können Sie hier herunterladen

Aus dem Programm:

Im Zentrum dieser internationalen Tagung stehen Verfahren der assistierten Reproduktion, die eine Familienbildung mit Hilfe Dritter ermöglichen. Während die Praxis der Samenspende in Deutschland etabliert ist und auch die Embryonenspende praktiziert wird, sind Eizellspende sowie Leihmutterschaft verboten. Im Ausland werden diese Verfahren gleichwohl auch von Deutschen in Anspruch genommen und werfen hierzulande Folgefragen auf. Insofern selbst etablierte Verfahren wie z.B. die Samenspende nach wie vor umstritten sind – etwa, wenn sie von alleinstehenden Frauen genutzt werden –, ist es das Ziel der Tagung, die spezifischen Herausforderungen einer durch Gametenspende oder Leihmutterschaft ermöglichten Familienbildung herauszuarbeiten. Unter Einbeziehung der Perspektiven von Medizin, Ethik, Recht, psychosozialer Beratung sowie der lebensweltlichen Sicht von Personen, die eigene Erfahrungen mit einer Familienbildung durch Dritte haben, sollen im Rahmen eines international vergleichenden Ansatzes auch entsprechende Lösungen, sowohl aus deutscher als auch europäischer Perspektive, diskutiert werden.

Friday, November 3, 2017

9:00 – 9:15:                          Begrüßung & Einführung/Welcome & Introduction

INTERDISCIPLINARY APPROACHES/INTERDISZIPLINÄRE ZUGÄNGE

MEDICAL PERSPECTIVE/MEDIZINISCHE PERSPEKTIVE

9:15 – 9:55:                          Dr. Andreas Hammel (Erlangen)
Methoden und Herausforderungen der assistierten Reproduktion

ETHICAL PERSPECTIVE/ETHISCHE PERSPEKTIVE

9:55 – 10:35:                       Prof. Dr. Claudia Wiesemann (Göttingen)
Konzepte von Elternschaft im Zeitalter assistierter Reproduktionstechniken/ Concepts of parenthood in the age of assisted reproduction

LEGAL PERSPECTIVE/RECHTLICHE PERSPEKTIVE

11:00 – 11:40:                    Prof. Dr. Eva Schumann (Göttingen)
Rechtliche Herausforderungen bei Familienbildung mit Hilfe Dritter

PERSPECTIVE OF PSYCHO‐SOCIAL COUNSELLING/PERSPEKTIVE DER PSYCHOSOZIALEN BERATUNG

11:40 – 12:20:                    Prof. Dr. Ruth Großmaß (Bielefeld)
Funktionen, Aufgaben und Grenzen psychosozialer Beratung

RECENT ETHICAL CONTROVERSIES/AKTUELLE ETHISCHE KONTROVERSEN

EMBRYO AND OOCYTE DONATION/EMBRYONEN‐ UND EIZELLSPENDE

13:20 – 14:00:                    Prof. Dr. Felicitas Krämer (Potsdam)
Ethische Implikationen der Embryonenspende

14:00 – 14:40:                    Dr. Astrid Indekeu (Huddinge, Sweden)
Women’s experiences of pregnancy and birth after oocyte donation

SOLO‐MOTHERHOOD/SOLO‐MÜTTER

15:00 – 15:40:                    Dr. Sophie Zadeh (Cambridge, GB)
Solo‐motherhood via sperm donation – an empirical perspective from the UK

15:40 – 16:20:                    Dr. Daniela Cutas (Gothenburg, Sweden)/ Dr. Anna Smajdor (Oslo, Norway)
The ethics of solo reproduction

SURROGACY/LEIHMUTTERSCHAFT

16:40 – 17:20:                    Dr. Katharina Beier (Göttingen)
Surrogate motherhood as collective reproduction: ethical challenges and practical implications

17:20 – 18:00:                    Sayani Mitra (Göttingen)
Failed surrogate conceptions: social and ethical aspects of pre‐conception disruptions during surrogacy in India

 

Saturday, November 4, 2017

Familienbildung durch Samenspende: Zwischen Normalität und Besonderheit/ Family Building through Donor Insemination: between Normality and Particularity

9:00 – 9:40:                          Claudia Brügge (Bielefeld)
Familien nach Samenspende: In der Normalität angekommen?

9:40 – 10:20:                       Dr. Tobias Fischer (Greifswald)
Aktuelle ethische Kontroversen zur Samenspende

10:50 – 11:50:                    Olivia Montuschi & Walter Merricks (London, GB)
Donor conception: family and network perspectives

11:50 – 12:30:                     Sven R. (Dresden) (moderiert als Live‐Interview: Dr. Petra Thorn)
Samenspende: Perspektiven und Erfahrungen von Kindern

13:30 – 14:10:                    Dr. Helga Müller (Frankfurt)
Bis vor Gericht: Auskunftsrechte zur Identität des Spenders

14:10 – 14:45:                    Dr. Petra Thorn (Mörfelden)
Third‐party assisted reproduction in Germany – what will the future hold?

 

 

Crispr Cas9 – zum „genmanipuliertem Baby“

Gestern und heute ist in vielen Zeitschriften ausführlich über die Methode des Crispr/Cas9, der sog. Genschere, berichtet worden. Mit dieser „Schere“ sollen angeblich das Erbgut so „zurecht geschnitten“ werden, dass bestimmte genetische Leiden nicht auf ein Kind übertragen werden. In Portland, USA haben Forscher einen Gendefekt korrigiert, die Embryonen jedoch im Blastzozystenstadium zerstört. Die Resonanz darauf war auch in Deutschland sehr unterschiedlich: von Ablehnung bis dazu, dass diese Technik möglicherweise praktikabel sein kann.

Sicherlich ist die Möglichkeit zurzeit am Horizont, ob sie tatsächlich in der Zukunft so gezielt eingesetzt werden kann, wie dies von manchen erhofft wird, bleibt abzuwarten.

 

Hier ein paar Artikel dazu:

Bericht im Spiegel online

Bericht im Ärzteblatt

Bericht in der Zeit 

 

 

Aufruf zu einem Forschungsprojekt

Anna Rossbach

Studentin des Studiengangs Midwifery (B.Sc.) Hochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
E-Mail Adresse: anna.rossbach@hs-osnabrueck.de

Magdeburg, den 17.07.2017

Informationsschreiben zum Thema Schwangerschaftserleben von
Frauen nach reproduktionsmedizinischer Behandlung

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Studiengangs Bachelor of Science in Midwifery an der Hochschule Osnabrück führe ich,  studierende Hebamme  im Wintersemester  2017/2018, eine  Untersuchung  zum  Thema  „Betreuungsvorstellungen  und  Schwangerschaftserleben von Frauen nach reproduktionsmedizinischer Behandlung“ durch. Betreut wird diese Arbeit von Prof. Dr. phil. Claudia Hellmers.

Mein  Ziel  ist  es,  mittels  Interviews  die  Bedürfnisse,  Wünsche  sowie  das  Erleben  von Schwangeren,   die   mithilfe   reproduktiver   Techniken   schwanger   geworden   sind,   zu analysieren und ggf. deren besonderen Unterstützungsbedarf zu ermitteln. In dem Zeitraum von August bis Oktober möchte ich die Interviews durchführen, die einen Zeitumfang von ca. 30-60 Minuten benötigen. Die Datenerhebung des Interviews erfolgt mittels Tonbandgerät oder  passwortgeschütztem  Mobiltelefon.  Im  Anschluss  erfolgt  die  Verschriftlichung  des Interviews, wobei Ihr Name und das Institut verschlüsselt werden und eine passwortgeschützte elektronische Speicherung erfolgt.  Anschließend wird  die  Audiodatei vernichtet. Die Daten werden vertraulich behandelt und nach der Auswertung anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf Personen, Orte oder Institutionen möglich sind. Die Inhalte sollen für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden.

Die  Ergebnisse  meiner  Befragung  sollen  Anhaltspunkte  liefern,  zum Schwangerschaftserleben der Frauen in dieser spezifischen Situation sowie bezüglich eines besonderen Beratungsbedarfes auch im Hinblick auf ggf. interdisziplinäre Vernetzungsmög- lichkeiten, um eine umfassende Hebammenversorgung/Versorgung der Frauen zu gewährleisten. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mein Vorhaben durch Ihre Teilnahme unterstützen, um die Bedürfnisse dieser besonderen Schwangerengruppe zu untersuchen. Sollten Frauen Interesse an der Teilnahme haben, können sie gern per E-Mail mit mir Kontakt aufnehmen. Für Ihre Zeit und Mühe bedanke Ich mich im Voraus.

Freundlich grüßt

Anna Rossbach
E-Mail Adresse: anna.rossbach@hs-osnabrueck.de

 

 

Donor conception and direct-to-consumer DNA testing

Direct-to-consumer DNA testing: the fallout for individuals and their families unexpectedly learning of their donor conception origins

You can read the entire article online, it was published in Human Fertility a few days ago.

Marilyn Crawshaw published this fascinating and at the same time disturbing article on the effects of direct-to-consumer DNA testing and what it can reveal with regards to donor conception.

 

 

 

How do children in solo-mother families view the donor?

Research suggests that the quality of mother-child relationship may shape the perception children have re the donor more than the way mothers present the donor to their children.

BioNews 906

New technologies, procedures, and developments in reproductive science such as egg freezing, mitochondrialdonation and genome editing have occupied many column inches, as well as much public and academic discussion in recent years. However, as evidenced by the fervent response to an article by Professor Guido Pennings recently published in BioNews 900, the topic of gamete donation remains an area of interest and continued site of controversy.

On 24 May, one day after presenting her work to the British Sociological Associations Human Reproduction Study Group, Dr Sophie Zadeh, research fellow at the University of Cambridge, shared some of her recent research findings at an invited lecture with members and guests of the Centre for Reproduction Research at De Montfort University.

The focus of many studies on donor conception, including those at the Centre for Family Research, has been to assess the psychological wellbeing and adjustment of donor conceived individuals. This includes examining family functioning, or intentions regarding disclosure. However, over the last six years and under the direction of Professor Susan Golombok, Dr Zadeh has undertaken a longitudinal study of solo mother families realised by sperm donation. In particular, her research has examined the way the media constructs and represents this group of women, and has explored the perspectives and experiences of mothers and children in families formed via sperm donation.

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Zusammenfassender Artikel zu den Ergebnissen des Arbeitskreises Abstammung

In DI-Netz ist heute die folgende, in meinen Augen sehr umfassende, Zusammenfassung zu den Ergebnissen des Arbeitskreises Abstammung erschienen:

 

BMJV: Arbeitskreis “Abstammungsrecht” legt Abschlussbericht vor

Im Februar 2015 hat das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz einen Arbeitskreis “Abstammungsrecht” eingerichtet. Elf namhafte Sachverständige aus den Bereichen Recht, Ethik und Psychologie [1] sollten gemeinsam klären, inwiefern das derzeitige deutsche Abstammungsrecht angesichts der Vielfalt von Familienkonstellationen und der Entwicklungen in der modernen Reproduktionsmedizin reformbedürftig ist.

Der Arbeitskreis tagte in zehn Sitzungen, an denen auch Vertreter aus mehreren Bundes- und Landesministerien teilnahmen;  Experten aus Betroffenenverbänden wurden nicht beteiligt. Am 4. Juli 2017 hat der Arbeitskreis nun seinen 134 Seiten starken Abschlussbericht  “Abstammungsrecht” offiziell an den Bundesjustizminister übergeben.

Wie zu erwarten war, stellt das Expertengremium vielfachen Reformbedarf für das geltende Abstammungsrecht fest. Es wurden insgesamt 91 Thesen zur Modernisierung des Abstammungsrechts vorgelegt.

Familienrechtlicher Regelungsbedarf im Bereich Samenspende

Besonders interessant sind für Familien, die mit Hilfe einer Samenspende gegründet werden, die Änderungsempfehlungen in den Berichtsabschnitten B.II bis III, sowie E, F.I und teilweise F.II. Diese machen zusammen beinahe die Hälfte der gesamten Reformvorschläge aus.

hier mehr

 

Photo von Alona Kraft

 

 

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