Diskussionen zum Embryoneschutzgesetz

Hier links zu zwei Beiträgen, die die Aktualität des Embryonenschutzgesetzes hinterfragen:

Reform gefordert: Ist das Embryonenschutzgesetz noch zeitgemäß?
Deutschlandfunk (Hintergrund), vom 01.06.2017
http://www.deutschlandfunk.de/embryonenschutzgesetz-noch-auf-der-hoehe-der-zeit.724.de.html?dram:article_id=387622

Gesetz aus der Steinzeit
von Sascha Karberg
http://www.tagesspiegel.de/wissen/embryonenschutz-gesetz-aus-der-steinzeit/19877188.html
Der Tagesspiegel, vom 01.06.2017, Seite 8

 

 

BioNews: Another commentary on „Disclosure after donor insemination“

The conceptual foundation of the right to know one’s genetic origins

05 June 2017

By Professor Vardit Ravitsky, Dr Juliet Guichon, Marie-Eve Lemoine, and Professor Michelle Giroux

Appeared in BioNews 903

In his commentary titled Donor children do not benefit from being told about their conception, Professor Guido Pennings argues there is no empirical evidence to support the assumption that it is in the best interests of children to know that they are donor conceived. In their excellent recent reply, Blyth et al refute this claim by demonstrating that such evidence does exist [2,3,4], and by pointing to the various oversights and methodological weaknesses of Professor Pennings‘ arguments (as also expressed in their letter to Human Reproduction, co-signed by 39 experts) [2]. We support all their arguments and would like to add another layer to the critique, by focusing not on the empirical evidence in hand, but rather on the conceptual foundation underlying the right of donor-conceived people to know their genetic origins (hereafter ‚right to know …

more here

 

Urteil pro Auskunft durch eine Samenbank

Das DI-Netz berichtete vor kurzem über folgendes Urteil:

Erstmals Urteil direkt gegen Samenbank: Betreiber muss Spenderidentität nennen

Am 27. April 2017 hat das Amtsgericht Berlin-Wedding eine Samenbank dazu verurteilt, einem 8-jährigen Mädchen Auskunft über die Identität des Mannes zu übermitteln, mit dessen Samen es 2008 gezeugt worden ist (AG Wedding Urteil v. 27.04.2017 – 13c 259/16).

Hier zum Bericht.

 

 

 

 

Neue Studie „Bedarfe von Familien nach Familiengründung mit reproduktionsmedizinischer Assistenz

Neue Studie „Bedarfe von Familien nach Familiengründung mit reproduktionsmedizinischer Assistenz

Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg führt die o.a. Studie durch und sucht nach Paaren, die mit Hilfe reproduktionsmedizinischer Behandlung Eltern geworden sind.

 

Hier können Sie Informationen zur Studie herunterladen und Kontakt aufnehmen, wenn Sie sich beteiligen möchten.

 

 

 

 

Do children conceived by donor insemination benefit from disclosure?

Several weeks ago, Guido Pennings, a Belgium ethicist, claimed that children conceived by third party reproduction (such as donor insemination) do not benefit from disclosure. He wrote an article in Human Reproduction, one of the most-read academic journals in the field of assisted human reproduction (see here) and he summarised his article for BioNews (see here). Pennings is known for favouring a so-called „double-track policy“ in which donors decide whether they prefer to be anonymous or identifiable for offspring and intended parents select a donor according to their preference. He is also known for favouring anonymity.

Together with a large group of internationally respected colleagues, we showed that he misinterpreted scientific evidence. In addition we found it very troubling that he thought that counsellors should train parents to „build a coherent and easy to maintain story“ around their conception that does not reveal the use of third party reproduction – in other words, help parents to lie.

Our commentary on this article will be published in Human Reproduction and we hope that many will not only read Pennings‘ article but also our commentary and those of Susan Golombok and Lauri Pasch, Jean Benward, Joanna Scheib and Julia Woodward which are likely to appear in the same edition.

We also replied to his short article in Bionews:

Professor Guido Pennings‘ provocatively entitled BioNews commentary ‚Donor children do not benefit from being told about their conception‘ (see BioNews 900) purports to highlight the shortcomings of existing research supporting a pro-disclosure agenda, and castigates counsellors and researchers who advocate parental disclosure. Pennings‘ commentary follows up and repeats much of the contents of his longer paper published in Human Reproduction to which we and 35 other researchers, professionals and members of the donor conception community from around the world have since responded. (click here for more)

 

What a surprise: Certificate for „excellent contributions“ as a reviewer

Writing scientific articles and reviewing articles of colleagues can be tedious and time-consuming. And very often, there is little direct feedback. In the last years, I have reviewed at least 20 articles in various scientific journals.

Therefore I was very pleasantly surprised when I opened my emails today and was informed that I had been awarded a certificate in recognition for my contributions as a peer reviewer by the scientific journal „Human Reproduction Update“. This certificate is only awarded to the top 10% of all reviewers.

 

 

 

In eigener Sache: Auszeichnung

In der Wissenschaft arbeitet man oft ohne viel direkte und mittelbare Anerkennung. Zu dieser Arbeit gehören auch die Rezensionen und Beurteilungen von wissenschaftlichen Artikeln von KollegInnen in Fachzeitschriften. Diese Arbeit kann mühsam sein und viel Zeit erfordern. In den letzten Jahren habe ich sicherlich mehr als zwanzig Fachartikel in unterschiedlichen wissenschaftlichen Zeitschriften begutachtet.

Und heute habe ich mich gefreut, als ich meine Emails öffnete und ein Zertifikat von der Zeitschrift „Human Reproduction Update“ erhielt – dafür, dass ich den Jahren 2014 bis 2016 zu den Top 10% der Gutachter gehörte.

 

 

Pressemitteilung zum geplanten Samenspenderregistergesetz

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung – BKiD und das DI-Netz haben eine gemeinsame Stellungnahme zum geplanten Samenspenderregistergesetz veröffentlicht. Sie kann hier als PDF gelesen und heruntergeladen werden.

 

Neues Spenderregister – ohne Lösung für Altfälle und ohne Mediationsangebot?

Pressemitteilung
zum geplanten Samenspenderregistergesetz (SaRegG)
(siehe: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/112/1811291.pdf )

Der Gesetzgeber wird in Kürze ein neues Samenspenderregister einführen, bei dem Kinder, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, auf Wunsch die Identität des Samenspenders erfahren können.

Die Deutsche Vereinigung von Familien nach Samenspende DI-Netz und die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung BKiD begrüßen ausdrücklich, dass das Recht auf Kenntnis der Abstammung endlich auch für diese Gruppe von Menschen abgesichert wird. Dies ist nach über 40 Jahren Praxis der Samenspende mehr als überfällig.

Als Zusammenschluss von Familien nach Samenspende und als Fachorganisation für die psychosoziale Kinderwunschberatung haben wir, basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen, wiederholt auf verschiedene Aspekte hingewiesen, die im Rahmen dieser Gesetzeseinführung berücksichtigt werden müssen, damit die Bedürfnisse aller Beteiligten bestmöglich berücksichtigt werden.

Zwei wesentliche Punkte sind beim jetzigen Stand des Gesetzesentwurfes noch absolut unzureichend gelöst und bedürfen aus unserer Sicht einer dringenden Korrektur:

1. Kenntnisrecht für alle so gezeugten Kinder!

Die zentrale Dokumentation im Samenspenderregister soll nach dem jetzigen Gesetzesentwurf nur für diejenigen Kinder gelten, die ab Inkrafttreten des Gesetzes – Ende 2018 – gezeugt werden.

Daten aus der Zeit zwischen den Jahren 2007 und 2018 werden bereits durch das Transplantationsgesetz erfasst, und sie sind wenigstens in den Samenbanken mehrere Jahrzehnte aufzubewahren. Die Dokumentationspflicht der Samenbanken wird durch das neue Gesetz sogar noch verlängert. Doch den Kindern, die vor dem 1.8.2007 gezeugt wurden, hilft das überhaupt nicht. Denn auf sie trifft weder das Transplantationsgesetz noch die vorgesehene Übergangsregelung des neuen Gesetzes zu. Sie sind allerdings der Großteil der Menschen, die bisher auf diesem Wege in Deutschland gezeugt wurden. Geschätzt sind dies etwa 100.000 Personen.

Den Samenbanken liegen aber durchaus noch Dokumente von älteren Behandlungen vor und der Gesetzgeber müsste nun dringend etwas für den Datenerhalt tun, um eine unwiederbringliche Datenvernichtung zu stoppen!

Die Überführung aller vorhandenen Altdaten in das zentrale Register wäre ganz im Sinne aller Beteiligten! Ein Kompromiss könnte sein, wenn Samenbanken explizit verpflichtet würden, die noch vorhandenen Altdaten aus der Zeit vor 2007 in ihren eigenen Einrichtungen ebenfalls dauerhaft aufzubewahren.

2. Beratung und Mediation nötig!

Die zentrale Datenregistrierung muss ergänzt werden durch das Angebot einer psychosozialen Vor- und Nachbereitung.

Vor allem braucht es eine Mediation bei der Kontaktaufnahme von den Personen, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, und den Samenspendern, die die Anfrage möglicherweise Jahrzehnte nach ihrer Spende unvermittelt erreicht. Eine reine Datenverwaltung bei der Behörde des DIMDI und die bloße Aushändigung von Namen und Adressen werden einer potenziell emotionsgeladenen zwischenmenschlichen Dynamik nicht gerecht.

Es ist sinnvoll, solche Kontakte sowohl mit den so gezeugten Menschen und ihrer Familie als auch den ehemaligen Spendern und deren Familie vorzubereiten und zu begleiten. Hierfür bedarf es einer psychosozialen Versorgungsstruktur, die eng mit der zentralen Dokumentationsstelle des DIMDI kooperiert.

Darüber hinaus muss Vorsorge getroffen werden, dass Kinder die Möglichkeit haben, ihre genetischen Halbgeschwister kennenzulernen.

Dr. Petra Thorn
1. Vorsitzende BKiD, Langener Str. 37,  64546 Mörfelden,  06105 22629,  info@bkid.de

Dipl.-Psych. Claudia Brügge, 1. Vorsitzende DI-Netz,  Turner Str. 49,  33602 Bielefeld, 0521 9679103,   info@di-netz.de

Archiv von „Aktuelles“ / Archive of „News“

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